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81: El Nuevo Gótico Latinoamericano. Oliver Zimmermann über Schauer- und Horrorliteratur des 21. Jahrhunderts

81: El Nuevo Gótico Latinoamericano. Oliver Zimmermann über Schauer- und Horrorliteratur des 21. Jahrhunderts

41m 27s

Ob historische Schrecken, aktuelle soziopolitische Missstände oder dystopische Zukunftsvorstellungen – eine neue Generation lateinamerikanischer Schriftstellerinnen greift genau diese Themen auf und verknüpft sie mit klassischen Motiven der Horror- und Schauerliteratur. So entsteht eine neue Strömung, die allgemein als Nuevo Gótico Latinoamericano bezeichnet wird. Was genau es mit dem Begriff auf sich hat, wie er zu verstehen ist und warum die Produktion dieser Texte gerade in Lateinamerika so floriert, erläutert Oliver Zimmermann, Postdoc an der Universität Passau, in dieser Folge von Fabulari.

Interview: Judith Wimmer

80: Schützenswerte Pflanzen, verletzliche Körper. Hannah Mühlparzer über Fiktionen der europäischen Erntearbeit

80: Schützenswerte Pflanzen, verletzliche Körper. Hannah Mühlparzer über Fiktionen der europäischen Erntearbeit

30m 12s

In dieser Folge erkundet Hannah Mühlparzer der Universität Salzburg systematisch fiktionale Texte über Erntearbeit in Europa zwischen 2000 und 2025, insbesondere mit Fokus auf Spanien. Ausgehend von den Ereignissen in El Ejido als symbolischem Hintergrund wirft das Gespräch die Frage auf, wie Literatur auf agrarindustrielle Realitäten, Migration und Gewalt reagiert. Methodisch verortet in der Ökokritik und angelehnt an die Georgica nach Vergil, verschränkt das Projekt auf intersektionale Weise, Darstellungen von Natur, Arbeit, Geschlecht, Herkunft und Macht. Sichtbar werden dabei Kontinua zu anderen prekären Tätigkeiten und die Frage, wie Texte die Spannungen zwischen Schutzräumen für Pflanzen und Vulnerabilität der Arbeiter:innen inszenieren,...

79: Zwischen Individuum und Gesellschaft. Annabel Herzog über die Inszenierung von Rosario Castellanos in 'Los Adioses'

79: Zwischen Individuum und Gesellschaft. Annabel Herzog über die Inszenierung von Rosario Castellanos in 'Los Adioses'

24m 38s

"Los Adioses" (2017) von Natalia Beristáin handelt vom Leben Rosario Castellanos', eine der bekanntesten Schriftstellerinnen der mexikanischen Literaturgeschichte und wichtige Stimme des Feminismus der 1950er Jahre. Der Film portraitiert aber nicht nur das Leben der Autorin, sondern setzte sich auch mit dem Spannungsverhältnis zwischen weiblicher Emanzipation und rigiden patriarchalen Strukturen auseinander. Annabel Herzog erzählt uns in diesem Interview, mit welchen Mitteln dieses Spannungsverhältnis im Film inszeniert wird und inwiefern sich der Konflikt zwischen individuellem Selbstausdruck und gesellschaftlichen Rollenerwartungen auf die Identitätskonstruktion auswirken kann.

Interview: Judith Wimmer

78: Das Unbehagen in der Moderne. Albulena Jasari & Karla Glibusic über Natur/Technik in Segundo de Chomóns Stummfilmen

78: Das Unbehagen in der Moderne. Albulena Jasari & Karla Glibusic über Natur/Technik in Segundo de Chomóns Stummfilmen

50m 9s

Diese Doppelfolge beleuchtet zwei frühe Filmexperimente von Segundo de Chomón im Spannungsfeld zwischen Faszination und Verunsicherung. Während die Ausführungen von Albulena Jasari zu La casa encantada eine unheimliche Ästhetik beleuchtet, die die Wahrnehmung herausfordert, zeigt Karla Glibusic mit El hotel eléctrico die Ambivalenz technischen Fortschritts und den Übergang vom Komfort zum Kontrollverlust auf. Beide Analysen verdeutlichen, wie das frühe Kino als Attraktion nicht nur spektakuläre Effekte präsentierte, sondern auch zentrale Spannungen der Moderne sichtbar machte. So entsteht eine gemeinsame Reflexion über Technik, Wahrnehmung und die Grenzen des Rationalen.

76: Übersetzung oder Neuerfindung? Mar Mañes-Bordes zu dem katalanischen Übersetzer Joan Oliver und sein Pigmalió

76: Übersetzung oder Neuerfindung? Mar Mañes-Bordes zu dem katalanischen Übersetzer Joan Oliver und sein Pigmalió

24m 27s

In dieser Folge geht es um Joan Olivers katalanische Version von Pygmalion (1957), die das Stück von George Bernard Shaw aus dem London der Jahrhundertwende ins Barcelona der 1950er Jahre verlegt. Die Übersetzungswissenschaftlerin Dr. Mar Mañes Bordes, Lektorin an der Universität des Saarlandes, erläutert, wie Oliver durch gezielte sprachliche, kulturelle und strukturelle Eingriffe eine funktionale Übersetzung schafft, die soziale Unterschiede und sprachliche Machtverhältnisse im katalanischen Kontext neu verhandelt. Diskutiert wird insbesondere, wie diese Eingriffe zu bewerten sind: als freie Adaptation oder als funktionale Übersetzung.

Interview: Julia Waygand

75: Moderne Diktatur? Lucia Filipova über Inszenierungen von Kinderstars in der franquistischen Gesellschaft

75: Moderne Diktatur? Lucia Filipova über Inszenierungen von Kinderstars in der franquistischen Gesellschaft

30m 50s

Spanien entwirft sich in den 1960er Jahren im Zuge von wirtschaftlichem Aufschwung und touristischer Öffnung als modernes Land neu. Gerade die mediale Selbstdarstellung in Fernsehen und Radio spielt hierbei eine entscheidende Rolle. Dr. Lucia Filipova, Absolventin der Universität Wien, hat in ihrem PhD-Projekt an der Princeton University erforscht, welche Rolle Kinderstars wie Marisol für den Entwurf des neuen Spanienbilds spielen, behandelt deren öffentliche Auftritte als kulturelles Handeln an der Schnittstelle von propagandistischen, wirtschaftlichen und populärkulturellen Interessen, und illustriert die diskursive Verflechtung von Vorstellungen von Gesellschaft und Kindheit.

Interview: Teresa Hiergeist

74: Diálogos entre poesía y cine. Néstor Espitia sobre la voz poética de Helí Ramírez en el cine de Victor Gaviria

74: Diálogos entre poesía y cine. Néstor Espitia sobre la voz poética de Helí Ramírez en el cine de Victor Gaviria

29m 16s

En este episodio Néstor Espitia nos habla de las conexiones profundas entre la poesía marginal de Helí Ramírez y el cine social de Víctor Gaviria. Mediante una lectura intertextual e intermedial, se analiza cómo la sensibilidad poética de Ramírez dejó una huella decisiva en la estética, los temas y la mirada cinematográfica de Gaviria, marcando el origen de uno de los proyectos más influyentes del cine colombiano.

Interview: Judith Wimmer

73: Der Staat im Kleinen. Teresa Hiergeist über Imaginationen von Schule als Gesellschaftsutopie um 1900

73: Der Staat im Kleinen. Teresa Hiergeist über Imaginationen von Schule als Gesellschaftsutopie um 1900

29m 41s

Um 1900 hat das Sprechen über die adäquate Bildung der Kinder in Frankreich und Spanien Konjunktur. Dieses diskursive Interesse an der Schule ist – egal, von welchem Standpunkt aus es formuliert ist – konsequent an Reflexionen über die ideale Verfasstheit von Gesellschaft und staatlicher Organisation geknüpft. Alles, was mit dieser zusammenhängt, ist mithin eine hochgradig politische Angelegenheit, welche die öffentliche Aufmerksamkeit in Zeiten moderner Ausdifferenzierung und Destabilisierung in besonderer Weise zu bündeln vermag. Teresa Hiergeist, Professorin für französische und spanische Literatur- und Kulturwissenschaft an der Universität Wien, rekonstruiert Machtkämpfe und identitäre Verhandlungen, die in faktualen und fiktionalen Texten über Schule...

72: Geld oder politisches Anliegen? Johanna Hager über feministische Handlungsmacht in La otra mirada

72: Geld oder politisches Anliegen? Johanna Hager über feministische Handlungsmacht in La otra mirada

19m 58s

Feminismus ist mittlerweile nicht nur eine gesellschaftliche Protestbewegung, er ist im Mainstream angekommen und insofern auch ein Verkaufsargument geworden. Dementsprechend sind auch in Spanien in den letzten Jahren einige Filme und Serien entstanden, die feministische Kernthemen in den Fokus rücken und bei denen es schwierig ist zu unterscheiden, ob sie feministische Anliegen verfolgen oder einem Modetrend folgen und insofern femwashing betreiben. Johanna Hager (M.Ed. Englisch/ Spanisch) hat sich diese komplexe Frage für die zeitgenössische spanische Fernsehserie La otra mirada in ihrer Masterarbeit gestellt und gibt Einblicke in die Ergebnisse.

Interview: Teresa Hiergeist