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18: Bukarest-Paris. Iulia Dondorici über transnationale rumänische Avantgardeliteratur

18: Bukarest-Paris. Iulia Dondorici über transnationale rumänische Avantgardeliteratur

18m 21s

Die rumänische Literatur und die Rumänistik erscheinen innerhalb der Romanistik häufig nur am Rande. Dies ist umso verwunderlicher mit Blick auf die reiche Geschichte der rumänischen Sprache, Kultur und Literatur mit ihren vielfältigen und kosmopolitischen Ausprägungen in der Moderne. Über die transnationale rumänische Avantgardeliteratur forscht Iulia Dondorici, die sich zugleich für eine Stärkung der Rumänistik innerhalb des romanistischen Fachpanoramas engagiert.

Interview: Benjamin Loy

17: Kultureller Kannibalismus. Sophie Everson-Baltas über Como era gostoso o meu francês als Historiophotie

17: Kultureller Kannibalismus. Sophie Everson-Baltas über Como era gostoso o meu francês als Historiophotie

18m 47s

Die Geschichte als Konstruktion, die abhängig von ihren Quellen unterschiedliche Interpretationen über Vergangenheit zulässt oder ausschließt, ist seit Ende des 20. Jahrhunderts ein stark diskutiertes Thema. Einen Beitrag hierzu liefert Hayden Whites Begriff der ‚Historiophotie‘, welcher die Darstellung und Imaginierung von Geschichte durch audiovisuelles Material beschreibt. Insbesondere experimentelle Filme wie Nelson Pereira dos Santos‘ Como era gostoso o meu francês (1971) birgen in diesem Zusammenhang großes subversives Potenzial. Sophie Everson-Baltas bespricht mit uns, wie der Film als audiovisuelle Geschichtsrevision fungiert.

Interview: Stefanie Mayer

16: Hundeleben. Jörg Dünne über Mensch-Tier-Konvivenzen in Lateinamerika

16: Hundeleben. Jörg Dünne über Mensch-Tier-Konvivenzen in Lateinamerika

25m 33s

Die Kulturgeschichte des Hundes reicht in Lateinamerika zurück bis in die Zeiten der Conquista, immer schon stand das Tier auch als Metapher für gesellschaftliche Verhältnisse. Für die Gegenwart untersucht Jörg Dünne Beispiele aus verschiedenen lateinamerikanischen Literaturen und Kulturen, in denen insbesondere Straßenhunde in der Verhandlung von Ideen des Zusammenlebens eine bedeutende Rolle spielen.

Interview: Benjamin Loy

15: Die Ästhetik des Sozialen. Gregor Schuhen, Lars Henk und Lea Sauer über 'Bourdieus Erben'

15: Die Ästhetik des Sozialen. Gregor Schuhen, Lars Henk und Lea Sauer über 'Bourdieus Erben'

21m 59s

Die französischen Fiktionen verhandeln das Thema 'soziale Ungleichheit' gegenwärtig in vielfältiger Weise. Gerade soziologische Kategorien wie Klasse, Kapital und Habitus erweisen sich dabei für die Autor:innen als Leitkonzepte für die Entwicklung einer Ästhetik des Marginalisierten und Prekären. Gregor Schuhen, Lars Henk und Lea Sauer sprechen über ihr DFG-Projekt 'Bourdieus Erben. Zur Rückkehr der Klassenfrage in der französischen Gegenwartsliteratur' und über die spezifische Expressivität des Sozialen.

Interview: Teresa Hiergeist

14: Lumpensammeln im Kino. Cornelia Wild über das Populäre bei Pier Paolo Pasolini

14: Lumpensammeln im Kino. Cornelia Wild über das Populäre bei Pier Paolo Pasolini

27m 45s

Die Unsichtbaren ein Gesicht verleihen, die ärmeren Schichten in den Fokus rücken - dieses Anliegen verfolgen Pier Paolo Pasolinis Filme. Cornelia Wild, Professorin für Romanische Literatur- und Kulturwissenschaft, insbesondere Theorie und Ästhetik an der Universität Siegen gibt anhand des Films Comizi d'amore (1965) Einblicke in die charakteristischen Traditionen und Ästhetiken dieses Klassikers der italienischen Filmgeschichte.

Interview: Teresa Hiergeist

13: Der weibliche Fokus. Sabine Schrader über Germaine Dulacs avantgardistischen Kinofilme

13: Der weibliche Fokus. Sabine Schrader über Germaine Dulacs avantgardistischen Kinofilme

26m 14s

Das Kino ist heute eine überwiegend männliche Domäne. In seiner avantgardistischen Frühphase in den 1920er und 30 Jahren experimentierten allerdings auch einige Frauen mit dem Medium Film. Sabine Schrader, Universitätsprofessorin für romanische Literatur- und Kulturwissenschaften mit Schwerpunkt Italianistik, beleuchtet die institutionellen und kulturellen Rahmenbedingungen dieser besonderen Epoche und erklärt, wie sich der feministischen und queeren Blick der Regisseurin in ihrer Filmsprache niederschlägt.

Interview: Teresa Hiergeist

12: Fiasko Utopie. Doris Dousat-Leitner über Exotismus und Anarchismus in Adrián del Valles Náufragos

12: Fiasko Utopie. Doris Dousat-Leitner über Exotismus und Anarchismus in Adrián del Valles Náufragos

19m 7s

Eine kleine, abgeschottete Inselkommune - das ist seit Thomas Morus der Sehnsuchtsort von Utopisten par excellence. Doris Dousat-Leitner, ehemalige Studentin der Wiener Romanistik, zeichnet das Scheitern einer anarchistischen Kommune in Adrián del Valles Náufragos (1926) nach und interpretiert dieses als Reflexion über die Möglichkeiten eines alternativen gesellschaftlichen Zusammenlebens.

Interview: Stefanie Mayer

10: Lost and won in translation. Esther Gimeno Ugalde über IberTRANSLATIO und die Übersetzungen von Carme Reira

10: Lost and won in translation. Esther Gimeno Ugalde über IberTRANSLATIO und die Übersetzungen von Carme Reira

26m 17s

Bei der Übersetzung eines Romans ändert sich nicht nur die Sprache, auch die Inhalte werden bisweilen an Wissensstände der Leser:innen, an kommerzielle Interessen oder an politische Haltungen angepasst. Dr. Esther Gimeno Ugalde, postdoc an der Universität Wien, zeigt anhand der katalanischen Erzählungen La meitat de l'ànima, Retorn a casa und Volver und den respektiven Selbstübersetzungen der Autorin Carme Riera ins Kastilische, welche Funktionen freie Übersetzungen haben und inwiefern die Abänderungen sogar zum ästhetischen Prinzip avancieren können.

Interview: Teresa Hiergeist

09: Klassenräume. Christina Ernst über die Autosoziobiografie bei Annie Ernaux

09: Klassenräume. Christina Ernst über die Autosoziobiografie bei Annie Ernaux

21m 51s

Die Kategorie der 'sozialen Klasse' hat im französischen Gegenwartsdiskurs eine neuerliche Konjunktur. Dies manifestiert sich auch in literarischen Texten wie Annie Ernaux' La place (1983), Didier Eribons Retour à Reims (2009) oder Édouard Louis En finir avec Eddy Belleguele (2014). Christina Ernst, wissenschaftliche Mitarbeiterin am wissenschaftliche Mitarbeiterin des Leibniz-Zentrums Berlin für Literatur- und Kulturforschung im Projekt 'Stadt, Land, Kiez. Nachbarschaften in der Berliner Gegenwartsliteratur', spricht über das autosoziobiografische Genre und seine ästhetischen und politischen Implikationen.

Interview: Alex Lachkar