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08: Aufschrei 1619. Jovana Radonić über den Protofeminismus in Lope de Vegas Fuente Ovejuna

08: Aufschrei 1619. Jovana Radonić über den Protofeminismus in Lope de Vegas Fuente Ovejuna

15m 9s

Wie wurde sexualisierte Gewalt dargestellt und kritisiert, als es noch keinen differenzierten Diskurs über Geschlechterverhältnisse gab und der Feminismus als soziopolitische Bewegung noch nicht existierte? Jovana Radonić gibt Einblicke in die Ergebnisse ihrer Bachelorarbeit, in der sie die Gender-Rollen in Lope de Vegas Fuente Ovejuna (1619) genauer untersucht hat.

Interview: Teresa Hiergeist

07: Queere Religionskritik. Camilo Del Valle über Dekonstruktion als Aneingnungsstrategie bei F. Vallejo und J. Winkler

07: Queere Religionskritik. Camilo Del Valle über Dekonstruktion als Aneingnungsstrategie bei F. Vallejo und J. Winkler

24m 15s

Innerhalb der queeren Kulturtradition hat sich ab dem 20. Jahrhundert ein subversiver religionskritischer Diskurs etabliert, der sich vor allem durch seine Ambivalenz auszeichnet. Camilo Del Valle, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der FAU Erlangen-Nürnberg, vergleicht die ästhetischen Strategien, auf die der Kolumbianer Fernando Vallejo und der Österreicher Josef Winkler hierfür rekurrieren.

Interview: Stefanie Mayer

06: Game of zones. Ralf Junkerjürgen über das expressive Potenzial spanischer Film-Locations

06: Game of zones. Ralf Junkerjürgen über das expressive Potenzial spanischer Film-Locations

29m 7s

Kassenschlager und Klassiker wie Game of Thrones, Star Wars und Indiana Jones haben sich für Spanien als Drehort entschieden. Ralf Junkerjürgen, Professor für Romanische Kulturwissenschaft an der Universität Regensburg, erzählt, wie seine Reisen zu den Film-Locations seinen medienanalytischen Blick weiten und schärfen.

Interview: Teresa Hiergeist

05: Prekäre Körper. Antonia Scheuringer über den existenziellen Arbeitskampf in En Guerre von Stéphane Brizé

05: Prekäre Körper. Antonia Scheuringer über den existenziellen Arbeitskampf in En Guerre von Stéphane Brizé

25m 12s

Neoliberale Tendenzen, die Wirtschaftskrise 2008 und zuletzt die Covid-Krise haben im Gegenwartsfrankreich für eine Verstärkung der sozialen Ungleichheit und eine zunehmende Prekarität der Beschäftigungsverhältnisse gesorgt. Befristete Verträge, Leiharbeit, erzwungene Teilzeitarbeit und Lohnkürzungen sind für zahlreiche Arbeitende zur Normalität geworden. Kein Wunder, dass auch Gegenwartsfilme dieses Thema aufgreifen, um dazu Position zu beziehen. Antonia Scheuringer, Studentin der Romanistik Wien, hat in einer Seminararbeit die Darstellung der Prekarität in En Guerre (2018) von Stéphane Brizé untersucht und berichtet von ihren Ergebnissen.

Interview: Stefanie Mayer

04: Existenzielle Handarbeit. Sabrina Grohsebner über Hebammen im siglo de oro

04: Existenzielle Handarbeit. Sabrina Grohsebner über Hebammen im siglo de oro

31m 36s

Sie fungieren als Mittlerinnen zwischen Leben und Tod, Natur und Gesellschaft, Magie und Medizin und treten als Zeuginnen für Recht und Unrecht auf. Sabrina Grohsebner, Doktorandin an der Romanistik Wien, führt uns ein in die Welt der Hebammen im frühneuzeitlichen Spanien und legt dabei den Fokus auf die Frage, welche kulturellen Zuschreibungen und Funktionen die Hände der Hebamme haben.

Interview: Christina Wieder

03: Spurensicherung. Anna Platzgummer über Jean-Pierre Melvilles Fingerabdrücke im Gegenwartskino

03: Spurensicherung. Anna Platzgummer über Jean-Pierre Melvilles Fingerabdrücke im Gegenwartskino

16m 17s

Jean-Pierre Melville hat mit seiner spezifischen Ästhetik den film noir entscheidend geprägt und ist im Zuge des Revivals des Genres seit den 1990er Jahren zur Kultfigur und zur Inspiration des zeitgenössischen Kinos geworden. Höchste Zeit, findet Anna Platzgrummer, Studierende der Universität Wien, unter die Lupe zu nehmen, in welchen Filmen er seine Spuren hinterlassen hat...

Interview: Christina Wieder